Brot und Spiele – Den Armen Gerechtigkeit

Eine einzigartige Spendenaktion zum 50-jährigen Jubiläum von „Brot für die Welt“ startete am Sonntag, 17. Mai um 9.30 Uhr vom Hamburger „Michel“: Per (Liege-)Rad bricht ein ganzes Orchester auf zu einer Konzerttournee.
450 km will Kirchenmusikdirektor Manuel Gera vom Hamburger „Michel“ mit seinem 17köpfigen Ensemble „velocanto“ vom 17. bis 23. Mai zurücklegen. Im Gepäck hat er die eigens für diese Tournee komponierte Kantate „Den Armen Gerechtigkeit“. Aufgeführt wird das Stück im Rahmen von zwölf Benefizkonzerten in zwölf Michaelis-Kirchen in Hamburg und Niedersachsen.Zum Abschluss tritt „velocanto“ im Rahmen des Deutschen Evangelischen Kirchentags in Bremen auf. Die Spenden kommen „Brot für die Welt“-Projekten in Afrika, Asien und Lateinamerika zugute. Den Rest des Beitrags lesen »

anfangen + glauben

„Anfangen“ ist eigentlich schon das Haupt-Stichwort. Für mich bedeutet Glaube, sich immer wieder neu dem Gedanken einer unendlichen Größe zu öffnen. Diese Größe erkenne ich in Gott, dessen Mächtigkeit ich zwar weit über (menschliche) Standards unserer Erde hinaus ansetze, der mir aber gleichzeitig zu jeder Zeit so nah ist, wie niemand sonst.

Ich selbst sehe den Grund meines Glaubens nicht in der berühmten Frage nach dem Sinn des Lebens, sondern zuerst in der Frage, an wen ich meine Dankbarkeit über diese Welt richten kann. Ich habe mich also eingelassen auf das manchmal zeitlose Erleben/Spüren einer tiefen Dankbarkeit, die mich bei erklärlichen und unerklärlichen Wundern oder Schönheiten unseres Lebens seit früher Zeit immer wieder erfüllt.
Die Antwort darauf fand ich in der Erfahrung, dass Gott in seiner unnachahmliche Art mir immer wieder Kraft gegeben hat, Gutes anzufangen. Den Rest des Beitrags lesen »

Bildungskommentar

Meine Eltern sind sehr großzügig geworden. Aber auch früher schon haben Sie größten Wert auf Lebensglück und Freiheit gelegt, anstatt uns auf herkömmliche Diszplinen wie Leistung und Beständigkeit zu trimmen.
Diese Haltung eher temporärer Begeisterungsfähigkeit liefert allerdings trotz aller Freude und Romantik auch Probleme:

Einen Arbeits- oder Ausbildungsplatz zu finden, ist hiermit nicht erleichtert. Wenn diese Orientierung nämlich in einer Welt (möglichst noch unter unter Zeitdruck) stattfindet, die zwar immer lauter danach verlangt, ganzheitlich betrachtet zu werden, gleichzeitig aber als allererstes jeden noch so ambitionierten Bürger im Schulalter zur Spezialisierung in Form eines Bildungsabschlusses zwingt – dann ist das durchaus etwas schwierig.
Nicht zu vergessen sind ja die allgemein herrschenden Bedingungen an den Lehranstalten „des Volkes“ bzw. der Volkswirtschaft: Den Rest des Beitrags lesen »

Autofahrer anhalten: Was ich Ihnen antue

Manchmal möchte ich ganz schnell bei meiner Freundin sein. Oder meinen ebenfalls entfernten Freund nicht so lange warten lassen. Manchmal habe ich auch einfach mehr Bock auf einen Mercedes als auf Schweiß. Jedenfalls kommt es vermehrt vor, dass ich mein sportliches Liegerad (HP velotechnik –> Scorpion) zugegebener Maßen gegen ein nicht völlig unsportlichen Audi tausche.

Die mit den tollen neuen Rücklichtern haben aber noch NIE angehalten! Wirklich.. dann schon eher ein SLK oder sonstige hoch gehandelte Blechkarren.

Alle viel zu schwer, wenn ihr mich fragt. Aber das tut ja keiner. Die meisten halten ja nicht einmal an, wenn sie mich sehen ;-D Den Rest des Beitrags lesen »

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ökologische Macht – Anspruch und Begriff

Freunde,
die Lage ist ernst. Vor einem guten Jahr las ich folgende Meldung: „Deutschland wird Öko-Großmacht„!

Ohne falsche Bescheidenheit möchte ich diesen Anspruch sowie seinen Ausspruch kritisieren. Und zwar mit einer scharfen Öko-Kritik:
Es gibt in ökologischen Sozial-Systemen keine Großmacht. Das wäre unlogisch – und schon gar nicht öko!

Eine Großmacht innerhalb menschlicher Bezüge definiert sich doch als stärkste Kraft, die totalitär auftritt und eben der betroffenen Gesellschaft  [hier: Die BRD auf internationaler Ebene] absolute Gesetze vorgibt, ja aufzwingt.
Sei es durch physische Gewalt (Mord, Hunger..), psychische (gezielte Zersprengung gewohnter sowie geliebter Beziehungen, Schändigung & Demütigung..) oder indirekte Attacken über Geld- und Warenwirtschaft. Den Rest des Beitrags lesen »

Eier, Samen, Babys – wohin damit?

Meine Chefin und ich waren uns weder einig noch sicher:

Wo gibt es die besten Eltern; bei den Menschen, Tieren oder Pflanzen? Welche Strategie ist wohl besser – im Falle einer tendentiell lebensfeindlichen Außenwelt:

  • Samen zufällig verbreiten mit der (integrierten) Garantie, dass die jeweiligen Lebewesen (Pflanze oder Insekt!) sich erst dann weiterentwickeln, wenn ggf. nach Jahren die äußeren Umstände das Schlüpfen bzw. Keimen nicht mehr hemmen
  • Eier nur unter absolut standartisierten Umgebungsvariablen ablegen, um eine optimale Ernährung zu gewährleisten und das Fortbestehen junger Insekten nicht im Keim zu ersticken
  • Kinder in politische, existenzielle oder soziale Krisensituationen hinein gebären – ohne Rücksicht oder Vorraussicht auf die zukünftigen Lebenschancen und nicht-kind-gemäßen Verhältnisse
    [Bei dieser ohnehin heiklen Frage möchte ich aufgrund schärfster Brisanz (hohe Missverständnis-Wahrscheinlichkeit bzw. mögliche, aber ungewollte Personifikation) den letzten Punkt ausführen: Noch steckt kein Vorwurf in der gewagten Aussage, sondern lediglich die These einer potenziell ungeeigneten Umwelt für das Aufwachsen eines Kindes - zB wenn es bei einem bleibt (einziges Kind in einer Gemeinschaft) oder wenn die Umgebung sowieso lebensunwürdig bis -feindlich ist.]

{Fortsetzung folgt! Gern auch durch DICH!}

Interessenkonflikt: Bildungsindustrie CONTRA Schüler

Ich habe voll Bock auf Schule. Klingt komisch, ist es auch. Denn die letzten Jahre in einer solchen Anstalt haben immer weniger Bock gemacht.

Der Spagat zwischen „geil auf Bildung“ im Lederschuh und „krank vor Widersprüchen“ im Wanderstiefel zeriss mir die Lust. Wirklich! Ich richtete mich selbst zu Grunde, weil ich von meinem viel zu großzügigen Elternhaus her viel zu frei herumdachte und mir die Welt mit all ihren kleinen Spielchen wie „Erwachsen“ sein/werden, „allgemeinbildende“ Schule mit der höchstdotierten mündlichen „Beteiligung“ und so weiter einigermaßen philosophisch erschloss. Damit möchte ich mir keine Lorbeeren aufsetzen, sondern mich einfach zur Narrei bekennen, nach dem Nachdenken über etliche Sinn-schreiende Sitten und Bräuche unseres (Schul-)Systems keine Motivation mehr zu finden, die mit meiner naturgegebenen übereinstimmt. UND DAS IST DEFINITIV NICHT DER PURE LEISTUNGSVERGLEICH! Verdammt nochmal. Diese verkommenen Maßstäbe, die nur durch sich selbst oder höchstens noch mit den rassistischen Interessen der Industriellen zu begründen sind! „Es lebt sich hier oben ganz schön, wenn es oben und unten gibt. Also müssen wir ja wissen, wer oben und unten ist. 1-6 fällt vielleicht nicht so auf, wie 0/1…“ WEN INTERESSIERT der Informationsgehalt der Note, welcher lediglich die Note selbst ist im vergleichenden Kontext, jener Leistungsgemeinschaft Schülerschaft? Hallo?

Haben wir in unserer Kindheit jemals gesagt, wir möchten unsere Leistungen eingeteilt wissen? Nein, wir möchten alle was lernen. Ist das denn so falsch?? Den Rest des Beitrags lesen »

Religion „oder“ Ethik?

Nur mal so ein kurzes Statement zu dieser Streitfrage, über die zumindest in Berlin heftig diskutiert wird. Und schon viel zu lange:

Was für eine kontraproduktive und widersprüchliche Idee, ethische Werte oder religiöse Orientierung in einem Pflichtfach zu unterrichten!
Die Schüler müssen stattdessen aus eigenem Antrieb sich mit diesen Tugenden auseinandersetzen in dafür freigeräumten Wochenstunden. Am Besten durch Eigeninteresse, Erkenntnis der Notwendigkeit und vor allem über die Freude am gemeinsamen Genuss ethisch geprüften Verhaltens. Wenn das Fach oder entsprechende Kurse gut sind, also durch motiverte Arbeit auf beiden Seiten gekennzeichnet sind, wird der Zulauf interessierter und damit überhaupt erst offener Schüler schon passieren. Dessen bin ich mir genauso sicher, wie der Prognose, dass die Leute, die im Religionsunterricht lautstark assoziale, respektlose, lebensverachtende, egoistische und sonstige verfehlte Kommentare geben und in den 45 Minuten eine reine Vergnügung sehen, sowieso nichts von dem Stoff an sich persönlich heranlassen. Wozu all der Frust? (Bei Lehrern übrigens genauso wie bei den ernsthaft interessierten Schülern.) Den Rest des Beitrags lesen »

Neujahrs-Gruß

Moin!

Nagut; auch von mir nochmal der zwar wegen seiner Etablierung höfliche, durch die damit verbundene Verwendung allerdings unangenehm abgekühlte Eintritt in Ihre Privatsphäre mit dem Wunsch, dass Sie rein subjektiv dieses Kalenderjahr lieber mögen als das letzte oder zumindest genauso viele positiv aufregende Assoziationen erleben.

Übrigens ernst gemeint und darüber hinaus wirklich ein interessanter Mechanismus, wie es unserer Gesellschaft gelungen ist, diese – im Idealfall – doch recht persönliche Annäherung im sonst häufig bitter unpersönlichen, distanzierenden und im Grunde abgeneigtem Umgang zu legitimieren. Ich hätte auch gleich schreiben können, dass ich es bald nicht mehr schön finde, wenn irgendwelche Menschen, deren Nähe ich nicht liebe, (nein: durchaus verhindere) mit nasskaltem Neujahrsschnee in meine intimen, selbst schön geredeten ähh gefegten Foyers meiner Persönlichkeit herein stapfen mit der derben Begründung, mir eine milliardenfach vorgedruckte Karte in die Hand zu drücken, die ich wegen ihrer glänzenden Beschaffenheit nicht einmal für das Feuer verwenden mag.

Doch ich kann mich auch schlicht freuen und lade selbstredend dazu ein, in diesem verzweifelt rudimentären Akt zwischenmenschlichen, fachlich meist unnötigen Interesses ein Zeugnis der Liebe innerhalb unserer zivilen Gemeinschaft erkennen zu dürfen.

Tja, Höflichkeit verlangt Verlängerung – so ist das (zumindest auf die Wortanzahl bezogen).

Der Winter stürmt ins Land

Gutes Wetter! Guten Morgen!
Insbesondere für diejenigen, die sich aus städtebaulichen Gründen bei der Wahrnehmung des ländlichen und damit von der Größenordnung her maßgebenden Klimas etwas behindert fühlen, hier ein jahreszeitlicher Hinweis:

Der Winter beginnt. Man kann das ja heute nicht so genau wissen; Kalender, menschliche Heizquellen und andere Medien verzerren das Bild manchmal zu sehr. Manche meinen ja sogar, die Menschheit hätte klimaschädliche Gase zu verantworten, welche Schuld seien an dem aktuell so launischen Gemüt unseres Planeten. Gemeint ist dabei natürlich die angeblich unnatürliche Gemütslage dieser Erde und deren für uns ungewohnt differenzierten Äußerungen innerhalb des Klima-Apperats.

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Bildung aus – Ausbildung

Bewerbung um einen Ausbildungsplatz als Forstwirt

Sehr geehrte Damen und Herren,

aufgrund meiner Achtung vor der Natur und der Begeisterung für ihre verschiedensten Mechanismen liegt mir eine berufliche Tätigkeit in direktem Zusammenhang mit unserer Umwelt sehr am Herzen.

Dieses Interesse ist seit vielen Jahren im Bereich Pflanzenbau besonders stark. In den vielfältigen Wäldern [..] sowie benachbarter Agrarflächen aufgewachsen, stelle ich neben steigenden Ambitionen zu gesellschaftlichem bzw. sozialem Engagement seit der Kindheit eine fortwährende Leidenschaft für Bäume und deren Gesellschaften fest. [..]

[statt Schule]

Die Ausbildung zum Forstwirt schätze ich in meiner Situation als ideal ein, da ich genau die hierbei erlernten Kompetenzen gebrauchen kann bei der weiteren Beschäftigung mit der Biologie des Waldes.
Auch steht es mir damit zu, einen Platz in unserer Gesellschaft einzunehmen, um mit diesem grundsätzlich anerkannten Status gerade der arbeitenden Bevölkerung ohne die Trennung durch eine grobe Andersartigkeit zugänglich zu sein. Denn mein Bemühungen um den würdevollen Umgang mit unserer Erde und all ihren Lebewesen braucht ja gerade die Akzeptanz der Menschen, die ich ansprechen will. Den Rest des Beitrags lesen »